Zum Glück ist mittlerweile fast jedem Hundesportler klar, dass ein Warm-Up für den Hund essentiell ist. Nur so einen richtigen Plan hat meistens niemand. Auf die Frage „Wie wärmst du denn deinen Hund auf?“ – kommt meist die Antwort „ ich lauf ein paar Runden im Trab mit ihm“.

Natürlich ist das schon einmal besser als Nichts – ideal ist es aber nicht. Was nämlich dabei vergessen wird ist, dass jede Sportart ganz unterschiedliche Anforderungen an den Körper unseres Hundes stellt. Oder, um es plakativ zu sagen: Wärmt sich ein Fussballer genauso auf wie ein Schwimmer? Ein Leichtathlet genauso wie ein Tänzer? Ein Eishockeyspieler wie ein Bodenturner? Nein ? Und warum werden dann viele Hunde einfach so mit „Traben“ aufgewärmt, ohne darauf zu achten, was sie im Anschluss leisten sollen?

Genau – das ist nicht unbedingt sinnig. Im Agility brauche ich ganz andere Fähigkeiten als im Mantrailing. Im Obedience sind andere Muskelgruppen gefragt wie im Disc-Dogging. Und beim IPO wiederum andere als im Dogdance. Das Stichwort hier lautet also: belastungsspezifisches Aufwärmen.

Als ersten Schritt muss ich mir dabei Gedanken machen, welchen Belastungen mein Hund in der entsprechenden Sportart ausgesetzt ist. Das ist oftmals gar nicht so einfach. Idealerweise gucke ich mir dann meinen Hund noch ganz genau an und erkenne seine individuellen Stärken und Schwächen. Gerade diese sollten berücksichtigt werden, spielen sie doch eine immense Rolle. Dabei geht es nicht nur um strukturelle Thematiken, sondern auch um seinen Charakter. Abgesehen davon, was der Körper meines Hundes braucht, ist auch wichtig, dass ich seinen Geist nicht vergesse – was ist zu lang, zu langweilig, zu anstrengend oder aufwühlend für diesen spezifischen Hund.

Es kann also nicht „das“ Warm-Up geben. Weder grundsätzlich, noch für eine Sportart. Ein Warm-Up ist genauso wie das Training an sich eine höchst individuelle Sache. Hierzu kommt natürlich dann auch das entsprechende Cool-Down.

Und wenn wir gerade schon dabei sind: Ausgleichsübungen!
D.h: Übungen, die besonders beanspruchte Areale entspannen, Überbelastungen oder einseitiger Belastung vorbeugen. Für Hunde, die beispielsweise viel Fußgehen, wären dies Übungen, die dem Überstrecken des Nacken entgegenwirken, wie das „Nach-Unten-Gucken“ beispielsweise. Zusätzlich sollte auch ein Fußgehen auf der rechten Seite des Menschen trainiert werden.

Für alle, die jetzt denken, „das macht Sinn!“ – so ein individuelles Warm-Up ist gar nicht schwer selbst zu erstellen, wenn man sich ein bisschen damit beschäftigt. Für alle anderen: einen kostenlosen Sneak-Peak sowie mein komplettes Konzept für ein mehrstufiges, belastungsspezifisches, individuelles Warm-Up mit gezielten Übungen für unterschiedliche Sportarten findet ihr hier:

https://www.dog-ibox.com/market/catalog/warm-up-und-cool-down-gezieltes-auf-und-abwarmen-im-hundesport.html

Viel Spaß beim Aufwärmen!

Über den Autor

Carmen
Carmen
Carmen Heritier betreibt bereits seit sie 15 Jahre alt ist Hundesport. Durch die HD ihres Beaglerüden Lou arbeitete sie sich 2010 in das Thema Hundefitness hinein und verfasste das Buch "Gymnastricks", das im Kynos-Verlag erschienen ist.
Sie ist ausgebildete Clickertrainerin (Kay Laurence, UK), Canine Fitness Trainerin (Debbie Gross, USA), Mantrailtrainerin und internationale Dogdance-Richterin. Ihren Beaglerüden Darwin führt sie im Dogdance sehr erfolgreich auch auf Meisterschaften.
Sie bietet Kurse, Seminare, Webinare und Onlinetraining zu allen möglichen und unmöglichen Hundesportthemen an.

Carmen

Carmen Heritier betreibt bereits seit sie 15 Jahre alt ist Hundesport. Durch die HD ihres Beaglerüden Lou arbeitete sie sich 2010 in das Thema Hundefitness hinein und verfasste das Buch "Gymnastricks", das im Kynos-Verlag erschienen ist. Sie ist ausgebildete Clickertrainerin (Kay Laurence, UK), Canine Fitness Trainerin (Debbie Gross, USA), Mantrailtrainerin und internationale Dogdance-Richterin. Ihren Beaglerüden Darwin führt sie im Dogdance sehr erfolgreich auch auf Meisterschaften. Sie bietet Kurse, Seminare, Webinare und Onlinetraining zu allen möglichen und unmöglichen Hundesportthemen an.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.