Belohnung spielt im Hundetraining eine wichtige Rolle. Das Leckerchen ist allgegenwärtig – aber welche Möglichkeiten gibt es, den Hund zu belohnen? Wir stellen fünf unterschiedliche Arten vor, wie du deinen Hund belohnen kannst.

5 verschiedene Arten der Belohnung für den Hund

Lob

Den Hund mit der Stimme zu loben, ist in nahezu allen Situationen möglich. Praktisch daran ist, dass man Wortwahl und Stimmlage an die jeweilige Situation anpassen kann. Nach dem Auflösen eines Hörzeichens kann wild gejubelt werden, während im Verlauf einer Übung ruhige Töne dem Hund signalisieren können, dass er gerade alles richtig macht.

Leckerchen

Der Klassiker, um seinen Hund zu belohnen, ist das Leckerchen. Egal, ob fertig gekauft oder selbstgemacht – kaum jemand trainiert ohne Futter als Belohnung.

Gerade, wenn der Hund etwas Neues lernt und sich aktiv denkend etwas erarbeitet, ist Futter sinnvoll. Ebenso bei statischen Übungen, die ein gewisses Maß an Beherrschung und Ruhe erfordern. Leckerchen können gegeben werden, ohne dass die Übung unterbrochen werden muss.

Natürlich gibt es auch absolut mäklige Hunde, die die Grashalme auf dem Hundeplatz spannender finden, als jeden Keks. Für die muss man sich als lohnende “Bezahlung” etwas anderes einfallen lassen. Möglichkeiten gibt es glücklicherweise genug.

Spielzeug

Im Gegenzug dazu sorgt die Bestätigung mit Spielzeug für mehr Action. Gerade Hunde mit viel Beutemotivation sind dann schnell übermotiviert, was das Denken erschwert. Für neue Lektionen ist die Belohnung durch Beute deshalb nicht unbedingt ratsam.

Möchte man bereits Gelerntes aber mit mehr Motivation und Geschwindigkeit versehen, ist das Spielzeug eine tolle Art, den Hund zu belohnen.

Streicheln

Körperkontakt ist eine der wenigen Belohnungsformen, die auch in Prüfungen erlaubt sind. Streicheleinheiten lassen sich leicht ins Training einbauen, ohne dass die Übung aufgelöst werden muss. Hat man einen schnell aufgekratzten Hund, kann ruhiges Streicheln ein beruhigendes kleines Ritual zwischen den Lektionen sein.

Spiel mit dem Hundeführer

Meiner Meinung nach völlig unterschätzt und mit unnötigen Ängsten behaftet: das gemeinsame Spiel mit dem Hund. Ohne Ball, Leckerchen oder sonstiges Zubehör. Einfach miteinander rennen und raufen. Für meine Dobermannhündin war es das Größte, wenn sie mit mir so toben durfte, wie sie es am liebsten tat. Rempelnd, springend und hakenschlagend.

Manch einer hat uns schon entsetzt gefragt, ob damit nicht sämtlicher Benimm flöten gehen würde. Wenn es für Anfang und Ende vom gemeinsamen Spiel eindeutige Zeichen gibt und der Hund es klar zuordnen kann, besteht kein Grund zur Sorge. Unsere Hunde können sehr fein unterscheiden, wann es erlaubt ist, völlig aus sich herauszugehen. Und wann Springen und Rempeln unerwünscht sind.

Wie die Belohnung mit Beute, eignet sich die gemeinsame Toberunde nur für den Abschluss einer Übung nach der Freigabe, da das Hörzeichen garantiert aufgelöst wird.

Wertigkeit von verschiedenen Belohnungen für den Hund

Bei der Wahl der richtigen Belohnungsform sollte nicht nur die jeweilige Situation und das Trainingsziel im Blick behalten werden. Auch das Wesen des Hunde spielt eine große Rolle.

Den mäkligen Esser erwähnte ich oben bereits. Für ihn werden verbales Lob, Streicheleinheiten oder ein Spielzeug eine höherwertige Belohnung darstellen, als ein Leckerchen, das ihn nicht interessiert. Ein Hund mit viel Beutetrieb wird jeden Keks links liegen lassen oder sogar vor lauter “Beutebeutebeute!” gar nicht mehr dazu in der Lage sein, etwas zu fressen.

Entscheidend ist beim Belohnen ist, dass ihr beide Freude am Training habt und der Hund mit Spaß und Motivation lernt.
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Über den Autor:
Mara gehört zum Team von Hundesport Nubi. Dort gibt es richtig robustes Hundespielzeug und Zubehör für den Hundesport. Sie ist Trainerin im DVG.

 

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Kerstin

Kerstin Schubert arbeitet als selbstständige Informationsdesignerin und ist in ihrer Freizeit auf dem Hundeplatz mit ihrem Berner Wookiee im Obedience Klasse 3 unterwegs. Sie hat die hier im Shop erhältlichen Trainingstagebücher gestaltet und realisiert.

3 Comments

Steffi · 3. Juni 2018 at 21:02

Ich nutze meistens Lob und Leckerlies beim Training, weil mein Hund eher hibbelig ist und nach kurzem Toben oder Wurfspielen nicht so schnell wieder runterkommt. Diese Belohnung nutzen wir eher am Ende des Trainings oder wenn es um viel Aufmerksamkeit geht und Genauigkeit nicht ganz so wichtig ist.
Ich würde gern noch zwei Belohnungen ergänzen.
Einmal die Freigabe zu Spielkumpels zu rennen (dann ist natürlich auch erstmal Schluss mit Training) oder auch einfach schnüffeln lassen, bzw. gemeinsam ein Stück in die Wiese und die ganz spannenden Fährten verfolgen. Das findet Yuna richtig super. Sie hat ihre Nase ständig am Boden und teilweise fällt es ihr beim Training echt schwer die ganzen Gerüche zu ignorieren. Da ist ausgiebiges Schnüffeln auch eine tolle Belohnung.

Liebe Grüße
Steffi

    Kerstin · 4. Juni 2018 at 5:26

    Vielen Dank für deine Rückmeldung, Steffi.
    Ja, man muss immer schauen, was man will: Durch die Belohnung mit einem Spieli oder dem Kumpel unterbricht meist den Trainingsfluss. Auf der anderen Seite bringt das natürlich mehr Spaß als einfach nur ein Leckerli reinzuschieben 😉

Die besten Trainingstipps für Hundetraining und Hundesport [Blogparade] · 2. September 2018 at 16:59

[…] dem Blog von Hundesport Trainingstagebuch haben wir mehr über das Thema Belohnung im Hundetraining […]

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