Ich glaube, wir alle haben zur Zeit mit der Hitze zu kämpfen – noch mehr unsere Hunde. Gassirunden und Trainingseinheiten müssen auf den frühen Morgen oder späten Abend verschoben werden und tagsüber versuchen wir uns irgendwie abzukühlen.

Umso mehr freue ich mich, dass ich den Car Cooler von Be Cool Solutions kostenlos für euch testen durfte. In dem Fall ist die Hitze ja perfekt und wie geschaffen, um solch einen Produkttest durchzuführen.

(Abbildungen vom Hersteller)

Ich habe ein Paket bekommen, in dem sich ein Beutel mit dem Car Cooler in den Maßen 4 x 3 m befand. Der Beutel ist sehr praktisch, da man ihn sich wie eine Sporttasche umhängen und so den Car Cooler leicht transportieren kann. Abgesehen davon ist das Material selber sehr leicht und ich war erstaunt, wie groß eine Fläche von 4 x 3 m ist, wenn man die Abdeckung ausbreitet. So viel Stoff vermutet man gar nicht in dem leichten Beutel 😉

Der Car Cooler besteht zu 70 % aus reflektierendem Aluminet™ Shade Cloth – so nennt sich das Material. Das sieht aus wie zahllose kleine Alufolienstreifen aneinander gewebt, die von einem breiten Band mit Metallösen für Befestigungen zusammen gehalten werden. Das Gewebe schützt vor unerwünschter Wärme, indem die Strahlung und das Licht reflektiert und keine Wärme absorbiert wird. (Im Winter soll die Abdeckung auch dafür sorgen, dass die Wärme an kühlen Tagen im Auto bleibt… Allerdings kann ich da jetzt nichts zu sagen 😉 ) Dafür sorgen diese luftdurchlässigen schmalen “Alustreifen”, die wie ein Spiegel wirken. Laut Hersteller reflektiert die Abdeckung bis zu 55 % des Lichts, was zu einer Temperatursenkung um bis zu 14 Grad führen soll.

 

Klingt gut? Ist es auch. Nachdem ich die Abdeckung das erste mal ausgepackt und wieder in dem Beutel verstaut hatte, ging es an den Test. Die Hitze ist dafür ja gerade optimal und mein Berner freut sich über jeden kleinen Schattenplatz.

Trotz Car Cooler im Gepäck haben wir das Auto dennoch beim ersten Test in den Schatten gestellt – das Wohlbefinden des Hundes geht immer vor. Steht man nun alleine auf dem Parkplatz, beginnt das große Auspacken. Alleine ist es wirklich sehr schwierig, bis das ganze Auto abgedeckt ist und ich glaube, die Zuschauer hatten teilweise ihren Spaß 😉 Aber nachdem alle vier Ecken ihren Platz gefunden hatten, sah das Ganze gar nicht schlecht aus. Die 3 x 4 m reichen vollkommen aus für Autos wie bspw dem Hyundai i30 oder Opel Astra.

Allerdings standen wir dann vor dem nächsten Problem. Die Abdeckung hat zwar wirklich viele Ösen zur Befestigung, aber mehr auch nicht. Es werden mit dem Beutel keine Befestigungslösungen mit geliefert. Ich hatte keine Gepäckgurte oder ähnliches im Auto und so musste improvisiert und die Abdeckung zwischen die Autotüren geklemmt werden. Am Kofferraum haben wir das irgendwie hingebunden… – hauptsache, es hält – nicht schön, aber selten. Und trotz der ganzen Fummelei hat der Autolack keine Kratzer abbekommen, was man bei dem Alumaterial meinen kann, wenn man es das erste mal in der Hand hält.

Wir haben das Auto offen stehen lassen und nach dem Training war es innen angenehm kühl und der Hund hat sich wohlgefühlt. Klar lag das mit Sicherheit auch am Schattenplatz, aber bei unseren Trainingskollegen sah das trotz Schatten anders aus. Der Unterschied war deutlich spürbar.

Beim nächsten Test habe ich das Auto in der prallen Sonne geparkt – natürlich ohne Hund. Fenster alle zu, Abdeckung über das Auto und dann stand es den ganzen Nachmittag. Als ich wieder zum Auto gegangen bin, war es innen zwar kühler wie draußen, aber nicht so kühl, als das ich meinen Hund bedenkenlos im Auto hätte warten lassen. Man hat sich reinsetzen und losfahren können, ohne das man sich die Finger am heißen Lenkrad verbrannte. Also kühler ja, aber nicht so kühl, dass es angenehm im Auto war und schon gar nicht so kühl, dass sich ein Hund im Auto hätte aufhalten können. (Dazu muss ich sagen, dass wir gerade über 30 Grad haben…)
Lässt man allerdings die zur Sonne abgewandte Seite des Autos offen und deckt den Rest komplett ab, so merkt man im Innenraum wieder eine deutliche Abkühlung. Für den Hundeplatz, wo eigentlich alle ihre Autos offen stehen lassen, also eine wirklich gute sinnvolle Lösung. Hat man allerdings keine Möglichkeit, das Auto offen stehen zu lassen, gehört kein Hund ins Auto – trotz Car Cooler.

Auch wenn die Abdeckung Car Cooler heißt… sie funktioniert übrigens auch auf der Terasse und schaut man sich auf Agiturnieren um, so sieht man immer mehr Zelte, die damit abgedeckt werden, um sich kühle Plätzchen zu schaffen.

Eins noch an dieser Stelle: Man kann es leider nicht oft genug erwähnen, verfolgt man die Meldungen, wieviele Hunde in geschlossenen Autos, die in praller Sonne geparkt wurden, wortwörtlich verrecken. Auch wenn ich hoffe, dass alle Leser hier mitdenken und die Augen verdrehen, wenn ich das nun erwähne: Passt auf eure Hunde auf, wenn sie auch mit Abdeckung im offenen Auto warten müssen. Die Abdeckung kann wegfliegen oder sonstwas… dann stehen eure Hunde in der prallen Sonne. Und die Folgen davon muss ich hier glaube ich nicht erwähnen… Den erhobenen Zeigefinger nur kurz zum Schluss.

Wer nun mehr über den Car Cooler erfahren möchte, der kann sich auf der Seite der Hersteller umschauen: becoolsolutions.com

Dort gibt es übrigens noch einige weitere Lösungen für heiße Tage.

Über den Autor

Kerstin
Kerstin
Kerstin Schubert arbeitet als selbstständige Informationsdesignerin und ist in ihrer Freizeit auf dem Hundeplatz mit ihrem Berner Wookiee im Obedience Klasse 3 unterwegs. Sie hat die hier im Shop erhältlichen Trainingstagebücher gestaltet und realisiert.
Kategorien: Allgemein

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Kerstin Schubert arbeitet als selbstständige Informationsdesignerin und ist in ihrer Freizeit auf dem Hundeplatz mit ihrem Berner Wookiee im Obedience Klasse 3 unterwegs. Sie hat die hier im Shop erhältlichen Trainingstagebücher gestaltet und realisiert.

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