Wenn Dein Hund gelernt hat auf Signal einen Ball zu Dir zu schieben und das Arbeiten mit Bodentargets immer besser klappt, kannst Du beginnen beide Übungen miteinander zu kombinieren.

Die Targetscheiben helfen Dir dabei, deinem Hund nun beizubringen, dass er vor dem Bälle schubsen immer erst dir gegenüber hinter einen Ball gehen soll, bevor er mit dem Schieben beginnt. Denn er soll die Bälle immer in Deine Richtung schieben und nicht von Dir weg.

Übungsaufbau Schritt für Schritt


In dieser Skizze siehst du, wie du deinem Hund anfangs durch geschickte Wahl deiner Startposition zusätzlich Hilfestellung geben kannst. Insbesondere, wenn die Signale noch nicht gänzlich gefestigt sind, oder dein Hund den Ball reizvoller findet als das Target 😉

Damit er wie gewünscht erst zum Target und nicht gleich zum Ball geht, kannst du dich anfangs etwas seitlich vom Ball hinstellen, so dass du ihm den direkten Weg zum Ball versperrst. Mit etwas Übung, Vokabeltraining und der schrittweisen Veränderung deiner Startposition kannst du von Trainingseinheit zu Trainingseinheit immer mehr Distanz aufbauen.

Zeige Deinem Hund zu Anfang der Übung, dass es zunächst um das Target geht und nicht gleich um den Ball, da die Vokabel “Touch” oft noch nicht sicher sitzt und der Ball eventuell reizvoller ist.

Sende Deinen Hund “Vor” und mit dem Signal “Touch” auf das kurz vor Euch liegende Target. Wichtig ist, dass Du auch immer mal wieder erst das Warten auf der Scheibe belohnst. Und nicht immer nur das Ende der Übung, wenn er den Ball zu Dir geschoben hat. Sonst will er immer schneller an den Ball und endlich schieben und hört Dir nicht mehr richtig zu.

Daher solltest Du immer mal wieder “Vokabeln üben” und das Zuhören, so dass Dein Hund die einzelnen Übungen wirklich versteht und immer nur dann beginnt einen Ball zu schieben, wenn er ein Signal dafür bekommen hat.

Das Target ist anfangs sehr hilfreich dem Hund das Stoppen und hinterm Ball warten beizubringen. Denn manche Hunde bedrängen den Ball anfangs gerne mit der Brust und bringen ihn damit zu früh zum Rollen, wenn man sie immer direkt zu einem Ball schicken würde.

Aber da später nicht jedes Mal Targets hinter den Bällen liegen, lernen die Hunde im weiteren Verlauf des Trainings noch weitere Signale, wie zum Beispiel die Position “Anker”. Es bedeutet, dass sich Dein Hund dir exakt gegenüber hinter einem Gegenstand ausrichten soll und auf Dein nächstes Signal warten – anfangs mit, später auch ohne Target.

   

Das Ziel beim Treibball ist es, dass du deinen Hund später auch ohne Target aus immer großer Entfernung, hinter einen Ball zuverlässig in den “Anker” (dir genau gegenüber hinter einen Ball) schicken kannst, selbst wenn viel Dynamik im Spiel ist oder ein Ball verlockend rollt – was manchmal auch durch den Wind passiert. Er soll in die Anker-Position hinter den Ball gehen und dort entweder auf Dein “Warte” noch auf ein neues Signal von Dir warten oder darf den Ball auch mal gleich schieben – und so kann er dies auf möglichst direktem Weg zu Dir tun. Manchmal ist es hilfreich, dies zunächst an anderen Objekten zu üben, wie zum Beispiel Pylonen.

   

Beim klassischen Treibball-Spiel an Turnieren ist es erwünscht, dass die Hunde den hintersten Ball an der Spitze eines Balldreiecks als erstes anstupsen. Dafür gibt es Bonuspunkte. Deswegen ist es sinnvoll ein Signal einzuführen, dass dem Hund sagt – begib dich genau mittig hinter die Bälle bzw. anfangs hinter ein “Objekt” oder einen Ball, der zwischen uns liegt und warte dort auf das nächste Signal. Das kann im Training z.B. außer “Schieb” auch mal heißen “Komm” (ohne Ball) zurück oder “Around” (umrunde den Ball zunächst nochmal)…

Bei mir heißt das Signal für geh dahinter wie schon gesagt “Anker”. Alternative ebenfalls beliebte Signalworte sind beispielsweise “Spitze”, “Dahinter”, “Base” oder “Zwölf” (für die 12 Uhr Position dir gegenüber). Es hilft generell bei jedem Ball dem Hund zu sagen, geh erst hinter den Ball, bevor du anfängst ihn zu mir zu schubsen. Denn dann muss Dein Hund weniger lenken und kommt mit dem Ball auf möglichst direktem Weg zu Dir bzw. in Richtung Tor.

Den Hund immer nur Bälle in ein Tor schieben zu lassen, wird mir auf Dauer jedoch zu langweilig 😉 Ich gestalte unser Training daher gerne vielseitig und abwechslungsreich. Damit meine Hunde mir auf dem Spielfeld immer aufmerksam zuhören, führig bleiben und mit Freude auch andere Übungen auf Distanz ausführen.

Eine Aufgabe für Beginner und Fortgeschrittene, die auch bei meinen Seminar-Teilnehmern sehr beliebt ist, ist die Treibball-Übung: Das Herz, die ich Dir in diesem Blog-Artikel hier erkläre.

Im Rahmen von Treibball-Challenges und Treibball-Freestyle gibt es immer wieder solche und teils auch noch herausfordernde Übungen und Spielideen. Sie festigen ganz nebenbei spielerisch die Basis-Übungen, indem sie immer wieder neu kombiniert werden. Manche fördern um Beispiel insbesondere das Dirigieren und Führen der Hunde auf Distanz oder deren Geschicklichkeit im Umgang mit dem Ball und somit das Lenken. So kommt im Training nie Langeweile auf.

Und jetzt wünsche ich Dir wieder ganz viel Spaß und Freude beim Üben und kombinieren der Übungen “Touch” und “Schieb” 🙂

Deine Anja

Über den Autor

Anja
Anja
Anja Jakob hat sich ganz bewusst auf Themen rund um Spiel, Sport & Freizeitspaß für Hunde spezialisiert. Denn das ist es, was ihr und ihren Hunden am meisten Freude macht. Und diese geben Sie sehr gerne weiter. Zu ihrem Team zählen die Border-Collies Merlin (10), Malouk (7) und Milino (2)

Der gemeinsame Spaß und Teamwork stehen bei Anja Jakob immer im Vordergrund. Sie nimmt mit ihren Hunden sehr erfolgreich an Turnieren teil und gibt Online-Seminare sowie Seminare in Hundeschulen, Vereinen und Seminarhotels im In- und Ausland. Zu ihren Themen zählen: Treibball, Tricktraining, Dogdance, Longieren, Zughundesport (mit dem Dog-Scooter oder Tretschlitten).

Anja

Anja Jakob hat sich ganz bewusst auf Themen rund um Spiel, Sport & Freizeitspaß für Hunde spezialisiert. Denn das ist es, was ihr und ihren Hunden am meisten Freude macht. Und diese geben Sie sehr gerne weiter. Zu ihrem Team zählen die Border-Collies Merlin (10), Malouk (7) und Milino (2) Der gemeinsame Spaß und Teamwork stehen bei Anja Jakob immer im Vordergrund. Sie nimmt mit ihren Hunden sehr erfolgreich an Turnieren teil und gibt Online-Seminare sowie Seminare in Hundeschulen, Vereinen und Seminarhotels im In- und Ausland. Zu ihren Themen zählen: Treibball, Tricktraining, Dogdance, Longieren, Zughundesport (mit dem Dog-Scooter oder Tretschlitten).

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