Hunde sind auf kurze Phasen höherer Belastung ausgelegt. Bei leichten sportlichen Aktivitäten, wie regelmäßige kurze Trainings in einer Hundeschule oder längeren Spaziergängen, ist keine Futteranpassung notwendig.

Wird der Hund über längere Phasen stärker beansprucht oder muss phasenweise (z. B. saisonal) sehr hohe Leistung erbringen, ist eine Futteranpassung empfehlenswert, um den Körper zu unterstützen.

Im ersten Schritt muss der Energiebedarf an die Situation angepasst werden. Bei hoher Leistung ist auch der Proteingehalt proportional anzupassen, eine dauerhafte Überversorgung an Proteinen ist aber unbedingt zu vermeiden.

Einen erhöhten Futterbedarf im Allgemeinen erzielt man mit einer Erhöhung der Futtermenge, wobei das Verhältnis der Bestandteile dadurch erhalten bleibt. Hier sollte man immer das Verhältnis Futtermenge zu Körpergewicht des Hundes im Auge behalten.

Bei der Planung der speziellen Fütterung und erhöhtem Bedarf bei sportlicher Leistung, unterscheidet man nach den Belastungsschwerpunkten Kraft und Ausdauer:

Kraft

Während der Muskelaufbauphase eines Hundes ist eine Mehrversorgung mit Proteinen sinnvoll. Hat der Hund seinen gewünschten Trainingsstand erreicht, sollte das Protein wieder ein normales Verhältnis der Futterration einnehmen und nur in intensiven Trainings- und Wettkampfzeiten kurzfristig erhöht werden.

Ausdauer

Soll der Hund vor allem Ausdauerleistung erbringen, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von hochwertigen Fetten geachtet werden. In Aufbauphasen, die auch dem Muskelaufbau dienen, kann auch hier die Proteinzufuhr vorübergehend erhöht werden.

Oft wird zu voreilig auf Hochleistungsfutter zurückgegriffen, obwohl der Hund mit seinem normalen Futter noch ausreichend versorgt ist.

Eine zusätzliche Versorgung ist sehr individuell. Als Anhaltspunkt dient eine Futteranpassung auf Leistung ab einer Arbeitsbelastung von circa fünf Stunden pro Woche.

Zusammenfassend empfiehlt es sich, in Trainings- und Leistungsphasen auf eine Mehrversorgung mit Fetten und Proteinen zurückzugreifen. Auch in den Erholungsphasen sollte auf hochwertige Futterkomponenten geachtet werden, damit sich der Körper bestmöglich regenerieren kann.

Zusätzlich sollte der Bewegungsapparat des Hundes bei erhöhter Belastung durch Zugabe von speziellen Ergänzungsmitteln für Gelenke und Knochen unterstützt werden.

Über den Autor

Christine Lindsey
Christine Lindsey
Seit 2014 unterstütze ich als Ernährungsberaterin für Hunde, Hundebesitzer bei der Fütterung ihrer Hunde durch die Erstellung individuell auf die Bedürfnisse abgestimmter Futterpläne.

Mit meinen eigenen Hunden bin ich im IPO-Hundesport aktiv und war mehrere Jahre in der Ausbildung von Rettungshunden tätig.
Daher lag es nahe, mich, nach meiner Ausbildung zur BARF-Beraterin bei Swanie Simon, auf die Fütterung von Dienst- und Sporthunden zu spezialisieren.
Kategorien: Ernährung

Christine Lindsey

Seit 2014 unterstütze ich als Ernährungsberaterin für Hunde, Hundebesitzer bei der Fütterung ihrer Hunde durch die Erstellung individuell auf die Bedürfnisse abgestimmter Futterpläne. Mit meinen eigenen Hunden bin ich im IPO-Hundesport aktiv und war mehrere Jahre in der Ausbildung von Rettungshunden tätig. Daher lag es nahe, mich, nach meiner Ausbildung zur BARF-Beraterin bei Swanie Simon, auf die Fütterung von Dienst- und Sporthunden zu spezialisieren.

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