Liebe geht durch den Magen – und so haben viele Hundebesitzer den Wunsch, auch für ihren vierbeinigen Liebling zu kochen. 

Wer seinem Hund das Futter selbst kochen möchte, sollte allerdings einige Dinge beachten.

Die Vorteile sind ganz klar: Wer das Futter selber zubereitet, weiß ganz genau, was enthalten ist und wieviel. Man kann Abwechslung reinbringen und Reste des eigenen Essens weiter verwerten.  

Als Nachteil würde ich für die meisten Menschen sehen, dass es sehr zeitaufwendig ist, zusätzlich noch die Hundefutterration zu kochen. Der Aufwand variiert sicher auch ein bisschen in Bezug auf die Größe des jeweiligen Hundes. 

Was muss Herrchen oder Frauchen nun beachten, wenn sie sich dafür entschieden haben, für den Hund zu kochen?

Zunächst benötigt man Fachwissen, um eine geeignete Ration zusammenzustellen. Das gekochte Futter sollte über die Woche verteilt alle Nährstoffe, Mineralstoffe und Vitamine enthalten, die der Hund zum Leben benötigt. Dieses Fachwissen kann man sich durch entsprechende Bücher, Fachartikel oder eine Ernährungsberatung aneignen.
Weiß man nun, was der Hund braucht und mit welchen Nahrungsmitteln der Bedarf gedeckt werden kann, geht es an die praktische Umsetzung. Man kann täglich frisch kochen, wenn man die Zeit und Lust dazu hat, oder auch vorkochen und Rationen für mehrere Tage am Stück zusammenstellen. Tupperdosen oder Gefrierbeutel bieten eine gute Gelegenheit, abgewogene Portionen aufzubewahren oder gegebenenfalls auch einzufrieren. 

Was man unbedingt wissen sollte, ist dass das Erhitzen von Lebensmitteln die enthaltenen Mineralstoffe und Vitamine zerstört, so dass sie vom Hund nicht aufgenommen werden können. Es werden nicht alle zerstört, aber die, die nicht mehr enthalten sind und auch nicht durch eine andere frische Quelle hinzugegeben werden, sollten supplementiert werden, damit der Hund ausreichend versorgt ist. 

Neben diesem allgemein bekannten Fakt gibt es aber noch etwas, das viel zu selten bedacht wird: Durch das Erhitzen der Lebensmittel gehen die darin enthaltenen Enzyme vollständig verloren. Enzyme sind immens wichtig für alle Stoffwechselprozesse und ermöglichen diese erst. Enzyme sind an tausenden verschiedenen biochemischen Prozessen im Körper beteiligt. Frische Lebensmittel sind enzymatisch aktiv, erhitzte Lebensmittel sind enzymatisch tot. 

Will man für seinen Hund kochen, sollte man es richtig tun. Mit dem richtigen Wissen und der richtigen Zusammensetzung der Rationen freut sich unser Vierbeiner bestimmt sehr über jede mit Liebe zubereitete Mahlzeit!

Über den Autor

Christine Lindsey
Christine Lindsey
Seit 2014 unterstütze ich als Ernährungsberaterin für Hunde, Hundebesitzer bei der Fütterung ihrer Hunde durch die Erstellung individuell auf die Bedürfnisse abgestimmter Futterpläne.

Mit meinen eigenen Hunden bin ich im IPO-Hundesport aktiv und war mehrere Jahre in der Ausbildung von Rettungshunden tätig.
Daher lag es nahe, mich, nach meiner Ausbildung zur BARF-Beraterin bei Swanie Simon, auf die Fütterung von Dienst- und Sporthunden zu spezialisieren.
Kategorien: Ernährung

Christine Lindsey

Seit 2014 unterstütze ich als Ernährungsberaterin für Hunde, Hundebesitzer bei der Fütterung ihrer Hunde durch die Erstellung individuell auf die Bedürfnisse abgestimmter Futterpläne. Mit meinen eigenen Hunden bin ich im IPO-Hundesport aktiv und war mehrere Jahre in der Ausbildung von Rettungshunden tätig. Daher lag es nahe, mich, nach meiner Ausbildung zur BARF-Beraterin bei Swanie Simon, auf die Fütterung von Dienst- und Sporthunden zu spezialisieren.

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