Was Hundehalter über den Unterschied wissen müssen
(nach Swanie Simon)

Wenn man beginnt, seinen Hund nach BARF zu ernähren, tauchen plötzlich viele neue Begriffe auf – darunter zwei, die für Verwirrung sorgen können: gemahlene Knochen und Knochenmehl. Beides klingt ähnlich, doch für die Ernährung Deines Hundes macht es einen großen Unterschied, was Du verwendest.

Da Kalzium eines der wichtigsten Mineralien im BARF-Konzept ist, sollte man genau wissen, welche Form man nutzt und warum. In diesem Beitrag erkläre ich Dir einfach und verständlich die Unterschiede – ganz im Sinne der naturnahen Ernährung, wie sie Swanie Simon empfiehlt.

Was sind gemahlene Knochen?

Gemahlene Knochen sind genau das, wonach es klingt: fein zermahlene, rohe Knochen, meist aus Hühner- oder Putenhälsen. Sie sind damit die natürlichste Form, Kalzium und Phosphor zuzuführen – so, wie es ein Hund auch mit einem Beutetier aufnehmen würde.

Vorteile

  • Natürliche Kalziumquelle, sehr nah am Beutetierprinzip

  • Enthält neben Kalzium auch Phosphor, Spurenelemente und Kollagen

  • Keine Zusatzstoffe, keine Verarbeitungsschritte

  • Gut geeignet für Hunde, die keine ganzen Knochen kauen dürfen

Nachteile

  • Kann bei empfindlichem Darm zu hartem Kot führen

  • Rohkost – Hygiene sehr wichtig

  • Schlecht für Hunde, die Knochen gar nicht vertragen

  • Kürzere Haltbarkeit als Knochenmehl

Für wen geeignet?

Für Hundehalter, die besonders naturnah füttern wollen, und für Hunde, die roh gut vertragen.

Was ist Knochenmehl?

Knochenmehl ist ein verarbeitetes Ergänzungsprodukt, das aus getrockneten und erhitzten Knochen hergestellt wird. Es ist kein rohes Lebensmittel, sondern ein Nahrungsergänzungsmittel.

Vorteile

  • Sehr einfache Dosierung, wenn die Menge berechnet wurde – ideal für Anfänger

  • Gut verträglich, auch bei empfindlichem Magen

  • Lange haltbar und leicht zu lagern

  • Perfekt für Welpen, Senioren oder tragende Hündinnen

  • Gleichmäßiges, sicheres Kalzium-Phosphor-Verhältnis (je nach Hersteller)

Nachteile

  • Nicht so „natürlich“ wie gemahlene Knochen

  • Durch Erhitzung gehen einige natürliche Bestandteile verloren

  • Es gibt große Qualitätsunterschiede

Für wen geeignet?

Für Einsteiger, empfindliche Hunde oder Halter, die eine präzise und unkomplizierte Kalziumversorgung möchten.

Was sagt Swanie Simon dazu?

Swanie Simon setzt im BARF-Konzept grundsätzlich auf eine naturnahe Ernährung, die sich am ursprünglichen Beutetier orientiert. Deshalb sind rohe Knochen oder gemahlene Knochen die empfohlene Basis.

Aber:
Sie betont auch, dass Knochenmehl eine sinnvolle und sichere Alternative ist, wenn:

  • der Hund Rohknochen nicht verträgt,

  • der Verdauungstrakt empfindlich ist,

  • es sehr präzise sein muss (z. B. Welpen),

  • der Halter unsicher im Umgang mit rohen Knochen ist.

Beides ist richtig – der Hund entscheidet, was passt.

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