Es gibt fast unendliche Möglichkeiten und Hilfsmittel im Hundetraining und in dieser Serie möchte ich euch das TARGETTRAINING als eine der Möglichkeiten vorstellen, dem Hund Hilfestellungen zu geben, um Frust zu vermeiden, das Training vielseitiger zu gestalten, neue Beschäftigungsfelder zu erschließen und einfach Spaß zu haben.

WAS IST TARGETTRAINING?

Das Wort Targettraining erklärt sich eigentlich schon fast von selbst

TARGET = ZIEL
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Das heißt das verwendete Target stellt für den Hund einen anzulaufenden Zielpunkt dar.

Mit Hilfe eines solchen Zielpunktes kann man dem Hund bei den verschiedensten Übungen Hilfestellung leisten, vor allem im anfänglichen Aufbau der Übung, da der Hund immer einen genauen Anlaufpunkt hat. Dadurch kommt es zu wesentlich weniger Fehlversuchen und dadurch bedingt zu einer höheren Belohnungsfrequenz, was dazu führt das der Hund sehr wenig Frust empfindet, sondern im Gegenteil dazu hoch motiviert dabei bleibt, weil er das Training als lohnen, spannend und erfolgreich erlebt.

Eingesetzt wird das Targettraining vielfach im Bereich Trickdogging und Dogdancing, im Obedience aber auch im VPG-Sport (Schutzhundausbildung), beim Scent Hurdel Racing (Hürdenspringen mit Geruchsunterscheidung und Apport) und auch im Agility. In jedem Bereich ist Targettraining eine sinnvolle und frustvermeidende Trainingsvariante für sehr viele Übungen.

Ein weiterer großer Bereich in dem Targettraining sehr sinnvoll eingesetzt werden kann ist das Training mit Klein- und Kleinsthunden weil durch das Targettraining die starke Körpergrößendifferenz ausgeglichen werden kann, ohne dass die Besitzer durchweg auf den Knien sitzen müssen oder an Rückenschmerzen leiden 😉

Auch für behinderte oder körperlich eingeschränkte Menschen kann durch Targettraining eine größere Möglichkeit zum Training mit ihrem Hunde erschlossen werden, so dass das Team mehr Freude an gemeinsamen Aufgaben bekommt.

Ebenfalls profitieren sehr ängstliche oder aggressive Hunde vom Target-Training und können  einen ersten Einstieg in die Arbeit bekommen, wenn man ihnen über das Target einfach im Anfangsstadium eine größere Distanz zum Trainer schafft.

Damit möglichst viele Übungen mit dem Targettraining erschlossen werden können, gibt es sehr viele verschiedene Targets die in verschiedenen Bereichen verwendet werden.

Im Folgenden möchte ich eine grobe Aufstellung über mögliche Targets geben (Vollständigkeit ausgeschlossen)

Diese Targets werden in den nächsten Ausgaben Stück für Stück im Aufbau sowie in der möglichen Anwendung erklärt.

 

Ganz allgemein gibt es

 

Pfotentarget (der Hund berührt das Target – den Zielgegenstand – mit der Pfote)

 

Nasentarget (Der Hund berührt das Target mit der Nase)

 

Körpertarget (Der Hund berührt mit einem Körperteil das Target)

 

Looktarget (Der Hund SCHAUT das Target nur an – berührt es aber nicht)

 

Jedes Target muss für sich allein deutlich und in kleinen Schritte aufgebaut werden, bevor es als Hilfsmittel für andere Übungen eingesetzt werden kann.

Als Target eingesetzt werden können viele Gegenstände.

Als Boden – Pfoten- Target kann man bei kleinen Hunden zum Beispiel Becheruntersetzer verwenden, für große Hunde Tischsets

Aber auch Gegenstände können als Target genutzt werden, wenn man sie in eine Dogdancechoreo zum Beispiel einbauen möchte oder auch Teile des Agilitygerätes an sich.

In den folgenden Teilen der Targetserie möchte ich Euch dann die einzelnen Targets vorstellen und mit Trickbeispielen zeigen, wie vielfältig sie eingesetzt werden können.

 

Ich wünsche Euch ganz viel Spaß mit den folgenden Teilen der Targetserie

08.01. Nasentarget – der Handtouch

 

 

 

 

Über den Autor

Britta
Britta
Britta Kalff arbeitet im "normalen Leben" als Büroangestellte. In ihrem Nebengewerbe führt sie eine kleine Hundeschule mit Schwerpunkt Dogdance, Tricks und MediClick. Neben Vor-Ort Workshops bietet sie auch eine Reihe von Online Seminaren an, die man auf ihrer Homepage finden kann. Sie ist § 11 lizensierte Trainerin in NRW.

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