Wir schreiben hier die ganze Zeit über Hundesport – Zeit, um sich mal um die Basics zu kümmern. Deswegen soll es heute um grundlegende Tipps für das Training mit deinem Hund gehen.

Hab Spaß und sei immer positiv

Es gibt kein schlimmeres Ko-Kriterium, als der fehlende Spaß am Training. Wenn du mal schlecht gelaunt bist, weil es im Büro nicht so gelaufen ist, dann lass das Training lieber bleiben und genieß eine schöne entspannte Gassirunde und die Zeit mit deinem Hund. Oft nehmen wir die schlechte Laune mit ins Training (auch wenn wir meinen, wir überspielen das mal eben… die Hunde sind verdammt gut darin, uns zu lesen!) und das bringt uns kein Stück weiter – im Gegenteil.

Nicht gemotzt ist Lob genug

So kann man es bei manchen Hundeführern sagen, wenn man sie im Training beobachtet. Eigentlich schon fast traurig, vor allem weil wir doch eigentlich alle gerne gelobt werden. So auch die Hunde. Also warum mit Lob geizen und sich nicht mal richtig “zum Horst” machen, wenn man sich wirklich freut. Achtet beim Lob aber darauf, dass ihr es ehrlich meint. Wie bereits gesagt, Hunde lesen uns sehr genau und wenn ein Lob nicht ehrlich rüber kommt, dann könnt ihr es auch gleich lassen. Baut ihr euer Training kleinteilig auf, habt ihr noch öfter die Möglichkeit zu loben und damit steigert ihr unweigerlich den Spaß für alle im Training.

Seid fair zu euren Hunden

Ihr könnt nicht davon ausgehen, dass die Hunde immer gleich alles verstehen. Ihr seid der Meinung, dass euer Hund die Übung verstanden hat und er zeigt sie trotzdem nicht so, wie ihr euch das vorstellt? Vielleicht wart ihr in eurem Trainingsaufbau nicht klar genug. Schaut nochmal auf euren Trainingsverlauf, an welcher Stelle es klemmen könnte und geht zur Not nicht nur drei, sondern fünf Schritte zurück. Wenn das Grundgerüst nicht passt, dann kracht das Kartenhaus eben ganz schnell zusammen.

Höher – Schneller – Weiter

Auf dem Hundeplatz ist es manchmal scheinbar wie überall: Höher, schneller, weiter. Da wird zwar von rassetypischen Richten geredet und von Hundesportarten “Für alle”… aber trotzdem wollen manche immer die erste Geige spielen und auf dem Treppchen stehen. Koste es, was es wolle. Das kann aber nicht das Ziel im Hundesport sein. Achtet auf euren Vierbeiner (und auf euch) und schaut, was ihr wirklich leisten könnt und wo vielleicht eure Grenzen sind. Ja, Grenzen sind dazu da, um überschritten zu werden. Aber um welchen Preis? Ihr müsst euch wohlfühlen und euer Hund noch mehr. Also überfordert ihn nicht und seid in dem gegebenen Rahmen zufrieden mit euren Leistungen.

Lerne, deinen Hund zu verstehen

Leider habe ich schon öfters auf dem Hundeplatz beobachten können, dass Zweibeiner ihre Hunde für Dinge bestrafen, die sie gar nicht zeigen können – aber der Meinung der Zweibeiner nach eben doch können sollten. Die Hunde zeigen uns sehr deutlich, ob sie eine Übung verstanden haben, einfach keine Lust haben oder was sonst gerade nicht stimmt. Schau deinen Hund an und versuche, ihn zu verstehen. Sie sind sehr deutlich und sagen uns, warum eine Übung gerade heute nicht klappt. Vorausgesetzt, ihr habt sie eurem Hund so erklärt, dass er die Übung verstanden hat.

Hundesprache – schwere Sprache

Eigentlich gar nicht. Sie zeigen uns sehr deutlich ihre Fragezeichen, wenn wir mal wieder unklar sind in dem, was wir von ihnen möchten. Deswegen seid genauso deutlich wie eure Hunde und verwendet beispielsweise immer die gleichen Signale, achtet auf eure Belohnungsstrategie und arbeite am besten mit einem Markersignal und/oder Clicker, um für den Hund noch verständlicher zu sein.

Konsequenz

Ich rede hier jetzt nicht vom Alltag, sondern vom Training im Hundesport. Auch hier solltet ihr konsequent sein: Haltet euch euer Ziel vor Augen, was ihr in der Trainingseinheit erreichen wollt und geht euren Weg. Nachdem ihr euer Training geplant habt, steht der Weg fest und den solltet ihr auch konsequent einhalten. Heute so, morgen so… wie soll der Hund dann wissen, was ihr eigentlich wollt? Gebt ihm Zeit zu verstehen und zu lernen.

Mach mal Pause

Die Zeit vergeht im Training oft wie im Flug. Wir alle kennen den Gedanken “Mist, ich wollte doch noch dies und das und jenes mit ihm arbeiten”. Wichtig ist, dass das Training Spaß macht und das ihr mit einem Erfolg vom Platz geht. Anstatt nun zwingend noch den Rest durch”zupeitschen” macht lieber eine Pause und geht das nächste mal an euren anderen Plan. Ein anderer Gedanke zum Thema Pause: Oft ist weniger mehr. Kommt ihr an einer Stelle einmal nicht weiter, schiebt die Übung doch mal für ein paar Tage (oder sogar Wochen) zur Seite. Meistens legt sich das Problem von alleine – vorausgesetzt, ihr wart klar in eurem Training.

Die Zeit zu Zweit

Einer der wichtigsten Punkte für mich zum Schluss: Die Zeit zu Zweit. Trainingsziele, Trainingspläne oder Prüfungen hin oder her… Hey, ihr habt gerade Zeit für euch und Zeit ist das wertvollste, was wir haben. Also genießt es und macht das Beste draus!

Categories: Allgemein

Kerstin

Kerstin Schubert arbeitet als selbstständige Informationsdesignerin und ist in ihrer Freizeit auf dem Hundeplatz mit ihrem Berner Wookiee im Obedience Klasse 3 unterwegs. Sie hat die hier im Shop erhältlichen Trainingstagebücher gestaltet und realisiert.

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