Wir haben nun einige Bücher aus dem Bereich “Clickertraining” angeschaut. Nun gehen wir den nächsten Schritt und möchten euch Bücher zum Thema “Tricks mit Hund” vorstellen, denn auch hier gibt es einige Bücher auf dem Markt. Welche man davon im Regal stehen haben sollte und welche Bücher sich inhaltlich wiederholen, das zeigen wir euch in den folgenden Rezensionen.

Den Anfang unserer Bücherreihe rund um das Thema Tricksen macht Manuela Zaits mit ihren beiden Büchern Trickschule für Hunde und Neues aus der Trickschule für Hunde.

Mit dem ersten Buch “Trickschule für Hunde” holt die Autorin die Leser bei Null ab. In den Grundlagen erfährt der Leser alles zum Thema konditionierte Verstärker, dem Clickern und seine Varianten. Zudem weist die Autorin darauf hin, dass die Hunde am besten in kleinen Schritten und in Intervallen mit Pausen dazwischen lernen. So erhält das Team die besten Fortschritte und erreichen schnell die Ziele – den fertigen Trick.
Neben den grundlegenden Dingen beschreibt sie im nächsten Kapitel die benötigten Grundkommandos, die für die später folgenden Tricks benötigt werden. Hier ist mit “Grundkommando” nicht das Sitz oder Platz gemeint, sondern schon die ersten kleinen Basic-Tricks wie das Anstupsen mit der Nase, einen Gegenstand schieben, ziehen oder bringen und diesen dann auch in die Hand geben.


Trickschule für Hunde: Kunststücke leicht erlernen (Cadmos Hundebuch)


Anschließend werden dem Leser die wichtigsten Dinge nahegelegt. Neben der richtigen Belohnung und dem Jackpot gehört dazu die Einführung von Signalen und Handzeichen. Auch geht sie darauf ein, wie lange ein Training dauern sollte und wie die Tricks generalisiert werden können, so dass sie in jeder Umgebung klappen, da Hunde kontextbezogen lernen. Um hier nicht den Überblick zu verlieren, empfiehlt die Autorin das Schreiben eines Trainingstagebuchs. Dadurch hat das Mensch-Hund-Team den besten Überblick und kann die Schwachstellen schnell herausfiltern und raustrainieren.

Nach der Einführung geht es ans Eingemachte: Die Tricks. Hier findet der Leser 50 unterschiedliche Tricks in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Manche Tricks können ohne Hilfsmittel erarbeitet werden,…

    Pfoten geben in unterschiedlichen VariantenSprung über das Bein, den Arm, den ganzen Körper oder in den ArmDrehen um die eigene Achse oder um den MenschenRolleBoomerusw.

…für anderen werden Gegenstände benötigt, die aber jeder im Haushalt haben sollte.

    Schublade öffnenPuppenwagen schiebenGegenstände bringenAuf einem Ball balancierenSeil springenLicht anschaltenGeld stehlenusw

In kurzen Trainingsanleitungen beschreibt die Autorin leicht verständlich den Aufbau der einzelnen Übungen, wobei die Anleitungen werden durch passende Bilder unterstützt werden.Im letzten Kapitel gibt die Autorin noch Tipps, wenn es mal nicht klappen sollte. Für die einen Hunde reicht eine Trainingspause, in der man an einem anderen Trick arbeiten kann (wobei nicht zu viele Tricks auf einmal erarbeitet werden sollten, um den Hund nicht zu verwirren), für andere Hunde passt der Trick einfach gar nicht und man sollte sich einen anderen aussuchen.Auch erfährt der Leser, was er mit den ganzen erarbeiteten Tricks anfangen kann und wie ein Training nach dem Training aussehen kann.Sind die 50 Tricks nicht genug, gibt es für die fleißigen Trickser das zweite Buch “Neues aus der Trickschule für Hunde”.Die Autorin geht in diesem Buch davon aus, dass der Leser bereits Erfahrung mit dem Clicker hat und weiß, wie sein Hund lernt. Es geht also direkt weiter mit den nächsten 50 Trick-Anleitungen.


Trickschule für Hunde: Kunststücke leicht erlernen (Cadmos Hundebuch)
Neues aus der Trickschule für Hunde: Gute Ideen und spannende Beschäftigung (Cadmos Ratgeber)


Hier findet der Leser Übungen, die auf die ersten 50 Tricks aufbauen, aber auch sehr viele neue Ideen, wie beispielsweise Wäsche aufhängen oder durch einen rollenden Reifen springen. Die Hunde lernen, sich in Kisten zu verstecken, eine Glocke zu läuten oder aber eine Flasche zu öffnen, um nur einige Beispiele zu nennen. Sollte der Leser das erste Buch doch nicht gelesen haben, findet er am Ende des Buches noch einmal die nötigen “Grundkommandos”, die der Hund können sollte, bevor es ans eigentliche Training geht. Zum Abschluss beleuchtet Manuela Zaitz, warum das Tricksen mit Hund eine sinnvolle Beschäftigung ist und lädt den Leser ein, sich auch einmal Trickveranstaltungen anzuschauen.

Als ich mir die beiden Bücher durchgelesen habe, war ich sehr erstaunt über die Menge an Tricks, die die Leser mit diesen beiden Büchern bekommen. Auch finde ich es sehr gut, dass im zweiten Buch nicht nochmal auf das Clickertraining und dessen Bedeutung/Aufbau eingegangen wird, denn für diese Basics gibt es genug andere Bücher. Als Leser habe ich mich also direkt abgeholt gefühlt und konnte gleich mit dem Tricksen beginnen.

Was ich vermisst habe, war eine genauere Beschreibung von der Zerlegung eines Tricks in die kleineren Teile. Die Anleitungen sind zwar gut verständlich, aber ich hätte mir gewünscht, dass die Autorin anhand der ersten zwei, drei Tricks genauer erklärt, wie so ein Trick für den Hund verständlich in die kleinen Teile zerlegt werden und am Ende zusammengesetzt werden kann. Hier wird davon ausgegangen, dass der Leser sein Training selber planen kann (was nicht immer so ist).

Auch hätte ich mir an mancher Stelle mehr Bilder zur Erklärung gewünscht. Die vorhandenen Bilder sind schön und passend gewählt. Hier und da hätten sie aber kleiner sein dürfen, um dafür einen Schritt mehr zu zeigen.

Alles in allem sind die Bücher dennoch für Einsteiger und trickerfahrene Hundehalter zu empfehlen: Zum einen werden alle Tricks durch ein positives Lernen für den Hund aufgebaut und zum anderen findet man eine Sammlung von 100 Tricks in zwei Büchern eher selten.

Details zum Buch:
Trickschule für Hunde – Kunststücke leicht erlernen
Zaitz, Manuela

17 cm x 24 cm, Klappenbroschur, farb. Abb., 112 Seiten
ISBN 978-3-8404-2014-6

Das Buch erhaltet ihr direkt im Cadmos-Verlag

Buchbeschreibung:
Wer seinen Hund sinnvoll beschäftigen möchte, muss nicht unbedingt auf den Hundeplatz gehen, um ihn für bestimmte Aufgaben auszubilden. Auch zu Hause oder beim täglichen Spaziergang lassen sich Hunde sowohl geistig als auch körperlich fordern. Hierzu gehören nicht nur die üblichen Hundespiele, sondern man kann seinen Vierbeiner auch mit lustigen oder anspruchsvollen Tricks jeden Tag aufs Neue begeistern und beschäftigen. Welche Methoden hierbei sinnvoll sind, wie man am besten vorgeht und vor allem wie zahlreiche Tricks dem Hund beigebracht werden können, wird in diesem Buch anschaulich beschrieben, ergänzt durch zahlreiche Fotos, die eine Umsetzung der Übungen noch vereinfachen.

Details zum Buch:
Neues aus der Trickschule für Hunde
Trickdogging – gewusst wie!
Manuela Zaitz
ISBN 978-3-86127-810-8

Das Buch erhaltet ihr direkt im Cadmos-Verlag

Buchbeschreibung:
Das zweite Buch bietet neue Ideen bis hin zu Tricks aus dem Filmhundebereich, Übungsanleitungen und wichtige Informationen zu allem was man wissen muss, wenn man mit seinem Hund Castings besuchen oder auftreten will.
Auch in diesem Buch erklärt die Autorin Grundbegriffe und Grundkommandos für das Trickdogging, sodass beide Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können. Hervorragende Fotos ergänzen die Trickbeschreibungen und zeigen wie es geht.

Über die Autoren:
Manuela Zaitz betreibt in Essen die Ausbildungsstätte „Hunde-Spiele“ und hat langjährige Erfahrung mit dem Umgang, der Beschäftigung und der Ausbildung von Hunden. Auch einige Aufgaben der Behinderten-Begleithunde hat sie in diesem Buch mit eingebaut.


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Categories: BuchempfehlungTrick

Kerstin

Kerstin Schubert arbeitet als selbstständige Informationsdesignerin und ist in ihrer Freizeit auf dem Hundeplatz mit ihrem Berner Wookiee im Obedience Klasse 3 unterwegs. Sie hat die hier im Shop erhältlichen Trainingstagebücher gestaltet und realisiert.

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