Welche Schwierigkeiten gibt es im Trümmerfeld – ein kleiner Einblick und: Eure Kreativität ist gefragt!

Ein Artikel von ZOS®-Lizenztrainerin Susan Schulze.

Wer kennt das nicht: “… und jetzt noch eine kleine Easy-Peasy-Suche zum Abschluss!” … Drei Minuten später hat der Hund immer noch nicht gefunden. Oder “Jetzt machen wir es mal RICHTIG schwierig!” und ZACK, der Hund liegt an seinem Gegenstand! 😉

Schwierig ist immer das, was dem jeweiligen Hund schwer fällt. Der “Werdegang” in der Arbeit im ZOS®-Trümmerfeld ist ja meist so: wenige kleine Trümmerteile absuchen, meist an unteren Kanten versteckt >> mehr Trümmerteile absuchen, weiterhin meist an äußeren Kanten versteckt >> kleine Hochlagen >> schwierige Liegelagen >> …

Die Hunde lernen als allererstes fast immer die äußeren Kanten eines Trümmerteiles abzusuchen. Das ist auch vollkommen richtig, irgendwie muss man ja beginnen.
Klappt das gut – auch in einem größeren Trümmerfeld – baut man kleine Schwierigkeiten ein: kleine Hochlagen, etwas weiter drunter unter der Kante, weiter drin im Trümmerfeld, schwierigere Lagen zum Hinlegen, …

Und weil das so viel Spaß macht und anspruchsvoller/schwieriger erscheint, übt man kaum noch die “einfachen Kanten”. Jeder Mensch hat so seine Lieblingsverstecke (mittendrin, kleine Hochlagen, bestimmte Trümmerteile, …) und man erkennt am Suchbild des Hundes oft ganz gut, was die Lieblingsverstecke seines Menschen/Trainers sind.  Je mehr Sucherfolge der Hund an diesen Stellen hat, desto mehr festigt sich das natürlich auch im Suchbild, ganz klar.

Natürlich ändern sich die die Such-Vorlieben des Hundes auch im Laufe der Zeit: Trainiert man die Baustelle “Hochlagen”, leiden ganz sicher erstmal die Kanten. Übt man ganz viel, das der Hund im Trümmerfeld drin fündig wird und sich gut reinarbeitet, dann vernachlässigt er ganz sicher erstmal die ganz äußeren Kanten.

Es ist gar nicht so einfach, dem Hund ein systematisches Suchbild aufzutrainieren, so in dem Sinn: prüfe jedes Trümmerteil erstmal außenherum, dann schaue, ob es oben oder drin noch weitere Versteckmöglichkeiten gibt, dann erst gehe zum nächsten Trümmerteil und suche das ab, …
Das ist sehr schwer, zumal ein Hund ein Trümmerfeld ja auch ganz anders wahrnimmt als wir. Es ist einfach gut, wenn der Hund vielfältige Versteckmöglichkeiten kennen lernt und diese zügig selbständig absucht.

Es lohnt sich, sich einmal damit zu befassen und seine liebsten Verstecke herauszufinden und genau die mal *nicht* zu trainieren!
Raus aus der Trainings-Komfortzone und etwas Neues ausprobieren.

Im nächsten Blogartikel gibt es ein paar Anregungen für verschiedene Schwierigkeiten im Trümmerfeld, aber vorher möchten wir Euch fragen:
Was sind Eure “Lieblingsverstecke”? Habt ihr überhaupt welche?
Womit hat Euer Hund Probleme beim Finden des versteckten Suchgegenstandes?
Welche Schwierigkeiten kennt ihr und möchtet ihr gern trainieren?

Wir sind gespannt auf Eure Antworten zum Thema “Trümmer-Schwierigkeiten”. 🙂

Categories: ZOS

Susan

Susan Schulze führt die Hundeschule Pfotentrainer gemeinsam mit ihrer Mama Kerstin mitten im schönen Sachsen. Das Lieblingsthema der beiden sind sinnvolle Beschäftigungen rund um den Hund. Mit ihren 4 Cocker Spanieln sind sie selber im Hundesport aktiv: Dogdance, Dummy, Zielobjektsuche, ... Susan ist ZOS-Lizenztrainerin für Sport Level 1 und 2.

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